Logo - zur Startseite
Life Sciences – Schule fürs Leben

Gärten schaffen Lebensqualität

Aufgaben

Schöne Gärten schaffen Lebensqualität. Kein Wunder, das Gärtnern gehört zu den beliebtesten Hobbys. Wer Gartenprofi werden will, kann in diesem Beruf die Fachrichtungen Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei oder Zierpflanzenbau vertiefen.

 

Fachrichtungen

Die Vielfalt der Gartenbaubetriebe macht die Ausbildung in Fachrichtungen erforderlich:

 

Ausbildungsbetrieb

Die anerkannten Gartenbaubetriebe in Baden-Württemberg bieten in allen Fachrichtungen im Schnitt 1 bis 3 Ausbildungsplätze je Betrieb an.

 

Berufsschule

Die berufsschulpflichtigen Auszubildenden der Region besuchen die Fachklassen der Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen. Der Unterricht wird an ein bis zwei Tagen pro Woche erteilt.

 

Überbetriebliche Ausbildung

In den einzelnen Fachrichtungen wird die überbetriebliche Ausbildung in Form von Lehrgängen durchgeführt.

Anmeldung

Der Ausbildungsbetrieb meldet unmittelbar nach Abschluss des Ausbildungsvertrages den Auszubildenden bei der Berufsschule an. Dazu bitte das Anmeldeformular verwenden, das als PDF-Datei oder als Word-Dokument heruntergeladen werden kann. Das ausgefüllte Anmeldeformular dann bitte per Post oder als Fax oder eMail-Anhang an die Schule senden.

Gärtner arbeiten in vielen Bereichen

Vom Friedhof bis zur Baumschule

Gärtner ist nicht gleich Gärtner. Sieben Fachrichtungen werden in Deutschland ausgebildet. Der angehende Gärtner darf sich also entscheiden, ob er sich lieber mit Obst, Gemüse, Stauden, Zierpflanzen oder Bäumen beschäftigen möchte. Auch für die Friedhofsgärtnerei oder den Garten- und Landschaftsbau gibt es spezielle Ausbildungen.

In der Regel arbeitet der Lehrling drei Tage in der Woche im Betrieb und geht zwei Tage in die Berufsschule. "Manchmal ist der Betrieb so weit von der Schule entfernt, dass der Berufsschulunterricht im Block stattfindet", erklärt Larisa Chvartsman vom Zentralverband für Gartenbau.

Im ersten Jahr ist die Ausbildung breit angelegt. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie Pflanzenbestimmung oder die Zusammensetzung von Böden. Die Auszubildenden lernen, wie Arbeiten geplant, vorbereitet und kontrolliert werden. Im zweiten Jahr spezialisiert sich der Auszubildende auf eine Fachrichtung. Danach haben angehende Gärtner zwar noch gemeinsam Unterricht, aber es gibt auch fachspezifische Einheiten, in denen sich Lehrlinge nur mit den Pflanzen ihrer Fachrichtung befassen. Wer nach der Schule an die Hochschule gehen möchte, kann Gartenbau studieren. Dabei geht es um Themen wie Pflanzenproduktion und Vermarktung.

Moderne Technik und doch viel Bodenhaftung

So unterschiedlich die Ausstattung der Betriebe ist, so unterschiedlich ist der Aufgabenbereich der Auszubildenden. In vielen Bereichen werden Gärtner inzwischen von moderner Technik unterstützt, sagt Chvartsman vom Verband. "Auch deshalb lernen Gärtner nicht mehr nur den Umgang mit Pflanzen, sondern auch die Bedienung von Computern und Maschinen." Auch die richtige Beratung und der Verkauf gehören zu der Ausbildung.

Unterschiedlich ist, was Lehrlinge in der Ausbildung verdienen. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge verdient ein Auszubildender im ersten Lehrjahr zwischen 340 und 620 Euro brutto pro Monat. Im dritten Lehrjahr sind es zwischen 440 und 810 Euro. Die erheblichen Unterschiede werden durch Alter, Ausbildungsdauer und der Fachrichtung beeinflusst. Ausschlaggebend sind auch die Tarife des Bundeslands, in dem Jugendliche die Ausbildung machen.

Für Gärtner mit abgeschlossener Ausbildung gibt es keinen einheitlichen Tarif. Dabei spielt nicht nur das Bundesland, sondern auch die Fachrichtung eine Rolle.

Insgesamt sind mehr Männer in der Ausbildung zum Gärtner als Frauen. Wer sich um eine Ausbildung bewirbt, hat derzeit gute Chancen. "Es gibt ein höheres Angebot an Ausbildungsplätzen als Bewerber", erklärt Uwe Spangenberg, Sprecher der Landwirtschaftskammer in Nordrhein-Westfalen. 2014 gab es bundesweit 12 804 Auszubildende im Bereich Gärtnerei.

Die jungen Gärtner mögen an ihrem Beruf, dass er Tradition hat und Zukunftsperspektiven bietet. Nach der Lehre bietet sich auch die Mitarbeit in Gemeinschaftsprojekten an, in denen auf alternative, naturnahe Weise gelebt und gegärtnert wird.